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Bewusstseinsveränderung

Das Ziel von Bewusstseinserweiterung und Bewusstseinsvertiefung ist, dass sich das altüberbrachte Bewusstsein verändert. Mit seinen erstarrten Strukturen dient das «normale» Bewusstsein als Werkzeug nicht realisierbarer Ideen, als Verfechter verkrusteter Dogmen und profitorientierter Spekulationen.

Eine nicht immer nachvollziehbare Tatsache ist, dass es sich nur in äusserst seltenen Augenblicken bewegt. Selbst eingreifende Geschehnisse wie Kriege, Krankheiten oder Finanzkrise bewirken meist nur kurze Aufhellungen in dem gefängnisartigen Bewusstsein des Menschen. Unvergesslich bleiben die Bilderphantasien des niederländischen Malers Hieronymus Bosch (1450–1516), der dem Kopf von Irrenden kurzerhand eine isolierende Glocke oder einen umgekehrten Trichter überstülpte, um derem beschränkten Bewusstsein Gestalt zu geben.

Tatsächlich bedarf es eingehender Selbsterforschung, um das eigene beschränkte Bewusstsein kennenzulernen. Schnell nimmt man in Anspruch, die Wahrheit zu wissen – bis sich diese als Illusion demaskiert. «Change» bedeutet nicht so sehr, dass Politik oder Gesellschaft etwas ändern, ändern müssen oder können, sondern dass der Mensch selber neue Horizonte erschliesst, dass er selber sein Bewusstsein verändert.

Bewusstseinsveränderung ist moderner Slogan und wird es in Zukunft noch viel mehr werden, hängt doch die Zukunft unseres Planeten davon ab. Gedanken dazu haben schon lange in der Literatur Eingang gefunden. Im arabischen Raum hat Mikhaïl Naimy 1948 in Beirut «Das Buch des Mirdad» veröffentlicht, worin der Protagonist Kapitel für Kapitel seine Lehren zur Veränderung in farbige Worte fasst. Es sind genau diese Gedanken des Change, von denen so viele heute angesprochen sind. Naimy hat sein Buch im Untertitel als «Leuchtturm und Hafen» bezeichnet – Synonym für Wegweiser, Quelle und Ziel der Bewusstseinsveränderung. Neben dem Buch ist neu auch ein Hörbuch erschienen.

 

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